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So findest du die Lösung

  1. Schau dir die Aufgabe genau an. Du sollst einen Näherungswert finden. Das heißt: Du rechnest nicht ganz genau, sondern du schätzt.
  2. Runde die Zahlen auf „leichte“ Zahlen. Zum Beispiel rundest du 324 auf 300 oder 320. Und 23 rundest du auf 20 (oder 25, wenn das besser passt).
  3. Rechne mit den gerundeten Zahlen. So bekommst du schnell ein ungefähres Ergebnis, zum Beispiel 300×20.
  4. Vergleiche mit den Antwortmöglichkeiten. Stopp – stimmt das wirklich? Liegt dein Überschlag näher bei 6 000 oder näher bei 7 000?
  5. Wenn du unsicher bist, runde genauer. Runde dann zum Beispiel auf Zehner statt auf Hunderter. So wird dein Vergleich sicherer.
Tipp: Runde so, dass du leicht rechnen kannst. Danach prüfst du: Ist mein Ergebnis eher „ein bisschen über“ oder „ein bisschen unter“ der echten Rechnung?

Beispiele

  • Aufgabe: 324 × 23, Antworten: 6 000 oder 7 000 – Runde 324 auf 300 und 23 auf 20. Dann rechnest du 300×20 = 6 000. Jetzt vergleichst du: 6 000 passt direkt zu einer Antwort. Also wählst du 6 000.
  • Aufgabe: 324 × 23, Antworten: 6 000 oder 7 000 – Du rundest genauer: 324 ≈ 320 und 23 ≈ 20. Dann 320×20 = 6 400. 6 400 ist 400 weg von 6 000, aber 600 weg von 7 000. Also ist 6 000 näher.
  • Aufgabe: 324 × 23, Antworten: 6 000 oder 7 000 – Viele Kinder glauben, man muss immer auf Hunderter runden. Aber richtig ist: Du darfst so runden, wie es dir beim Vergleichen hilft. Wenn du zwischen 6 000 und 7 000 schwankst, ist 320 × 20 oft hilfreicher als 300 × 20.
  • Aufgabe: 324 × 23, Antworten: 6 000 oder 7 000 – Prüfe kurz die Richtung: 324 ist etwas mehr als 300. 23 ist etwas mehr als 20. Das echte Ergebnis ist also etwas mehr als 6 000. Aber es ist nicht so viel mehr, dass es gleich bei 7 000 liegt. Darum passt 6 000 besser.
  • Aufgabe: 324 × 23, Antworten: 6 000 oder 7 000 – Viele Kinder hängen beim Überschlag die Nullen falsch an. Du kannst dich sichern: Erst 3 × 2 = 6. Dann kommen bei 300 × 20 zwei Nullen dazu. So wird 6 000. Danach vergleichst du wieder mit den Antworten.
Merke dir: Beim Näherungswert runden, grob rechnen, vergleichen. Du suchst die Antwort, die am nächsten an deinem Überschlag liegt.

Strategien zum Üben

  • Runde erst grob (Hunderter und Zehner) und entscheide schnell.
  • Wenn zwei Antworten nah beieinander sind, runde genauer (zum Beispiel auf Zehner).
  • Mach einen kurzen Check: Wird das echte Ergebnis eher größer oder eher kleiner als dein Überschlag?
  • Rechne den Überschlag auf zwei Arten (z. B. 300×20 und 320×20) und vergleiche.
Zusätzlicher Tipp: Wenn du 23 auf 25 rundest, kannst du manchmal leichter rechnen. Dann denkst du: 25 ist ein Viertel von 100. So kannst du schneller abschätzen, ob dein Ergebnis eher Richtung 6 000 oder 7 000 geht.

Selbstkontrolle

  • Habe ich verstanden, dass es um Schätzen geht und nicht um das genaue Ergebnis?
  • Habe ich beide Zahlen sinnvoll gerundet?
  • Kann ich meinen Überschlag schnell im Kopf rechnen?
  • Habe ich die Antwort gewählt, die näher an meinem Überschlag liegt?
  • Habe ich kurz geprüft: Ist das echte Ergebnis eher etwas größer oder etwas kleiner?

Wenn du Näherungswerte bestimmst, lernst du, Ergebnisse einzuschätzen. Du merkst schneller, ob eine Antwort überhaupt passen kann.

Das hilft dir bei großen Zahlen und bei Sachaufgaben. Du rechnest klug: erst grob, dann bei Bedarf genauer.

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Näherungswert bei der Multiplikation finden (4. Klasse)

Auf dieser Übungsseite lernst du, den Näherungswert bei einer Multiplikation zu finden. Das heißt: Du rechnest nicht ganz genau aus, sondern du schätzt so, dass du schnell eine passende Antwort auswählen kannst. Das ist besonders hilfreich, wenn die Zahlen groß sind und du nur wissen willst, welches Ergebnis ungefähr stimmt.

In der Aufgabe siehst du zum Beispiel den Ausdruck 324×23. Darunter stehen zwei mögliche Ergebnisse. Du entscheidest, welches Ergebnis näher dran ist. Du darfst dabei runden und mit einfachen Zahlen weiterrechnen. So kommst du schnell zu einer guten Schätzung.

So kannst du vorgehen: Runde beide Zahlen auf „leichte“ Werte. Aus 324 wird oft 300 (oder 320), und aus 23 wird oft 20. Dann rechnest du die gerundeten Zahlen: 300×20. Das geht schnell, weil du erst 3×2 rechnest und dann zwei Nullen anhängst. So bekommst du eine Zahl, mit der du die Antwortmöglichkeiten gut vergleichen kannst.

Wichtig ist: Eine Schätzung muss nicht perfekt sein. Sie soll dir nur zeigen, in welchem Bereich das Ergebnis liegt. Wenn du merkst, dass du zwischen zwei Antworten schwankst, kannst du etwas genauer runden, zum Beispiel auf Zehner statt auf Hunderter. So wird deine Entscheidung noch sicherer.

  • Du übst das Runden von Zahlen (zum Beispiel auf Zehner oder Hunderter).
  • Du lernst, Produkte schnell zu überschlagen, ohne alles auszurechnen.
  • Du trainierst, Antwortmöglichkeiten logisch zu prüfen und zu vergleichen.
  • Du bekommst Sicherheit im Umgang mit großen Zahlen in der 4. Klasse.

Für Eltern und Lehrkräfte: Die Aufgaben fördern Zahlvorstellung und Überschlagsrechnen. Kinder lernen, Ergebnisse einzuordnen und Plausibilität zu prüfen, statt sich nur auf schriftliches Multiplizieren zu verlassen. Das stärkt Rechenstrategien und hilft auch bei Sachaufgaben, in denen ein ungefährer Wert oft schon ausreicht.

Mach es Schritt für Schritt. Runde, rechne grob, vergleiche und wähle die Antwort, die am besten passt. So wirst du schnell sicher im Bestimmen von Näherungswerten bei der Multiplikation.

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Multiplikation Überschlagsrechnen Näherungswert Runden Runden auf Zehner Runden auf Hunderter Produkt schätzen große Zahlen 4. Klasse Kopfrechnen

Zugehörige Standards

4.OA.A.2 – Sachaufgaben mit multiplikativem Vergleich lösen

Lösen Sie Textaufgaben mit multiplikativen Vergleichen, indem Sie multiplizieren oder dividieren. Verwenden Sie dazu Zeichnungen und Gleichungen mit einem Symbol für die unbekannte Zahl. Dabei stellen Sie die Aufgabe dar und unterscheiden zwischen multiplikativen und additiven Vergleichen unterscheiden.

4.NBT.B.5 – Mehrstellige Zahlen multiplizieren

Eine ganze Zahl mit bis zu vier Stellen mit einer einstelligen Zahl multiplizieren sowie zwei zweistellige Zahlen miteinander multiplizieren. Dabei Strategien nutzen, die auf dem Stellenwertsystem und den Rechengesetzen basieren. Die Berechnung mithilfe von Gleichungen, Rechteckdarstellungen und/oder Flächenmodellen veranschaulichen und erklären.

4.ZO.B.1 Rechenoperationen verstehen und beherrschen

Die Schülerinnen und Schüler

  • verfügen über ein Operationsverständnis zu den vier Grundrechenarten und erkennen und nutzen die Zusammenhänge zwischen den Operationen,
  • beherrschen die Grundaufgaben des Kopfrechnens (u. a. Zahlzerlegungen, Einspluseins, Einmaleins) gedächtnismäßig und leiten deren Umkehrungen sicher ab,
  • übertragen die Grundaufgaben des Kopfrechnens auf analoge Aufgaben im Zahlenraum bis zur Million,
  • verstehen mündliche und halbschriftliche Rechenstrategien zu den vier Grundrechenarten und setzen diese flexibel ein,
  • beschreiben, vergleichen und bewerten verschiedene Rechenwege; finden, erklären und berichtigen Rechenfehler,
  • erkennen, erklären und nutzen Rechengesetze (z. B. Kommutativgesetz: Tauschaufgaben),
  • verstehen schriftliche Verfahren der Addition, Subtraktion und Multiplikation, beschreiben den Algorithmus, führen diesen geläufig aus und wenden ihn bei geeigneten Aufgaben an,
  • kontrollieren Lösungen durch geeignete Vorgehensweisen (z. B. Überschlagsrechnung, Umkehroperation).
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