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Erklärung

So findest du die Lösung

  1. Lies die Geschichte ganz in Ruhe. Überfliege die Aufgabe nicht nur, sondern lies sie mindestens zweimal. Achte besonders auf Zahlenwörter wie „insgesamt“, „bleiben übrig“, „pro“ oder „je“, denn sie verraten dir, welche Rechenarten du brauchst.
  2. Streiche wichtige Informationen an. Markiere alle wichtigen Zahlen und Wörter in der Aufgabe. Schreibe dir darunter in kurzen Sätzen auf, was du zuerst, was du danach und was du zum Schluss ausrechnen musst.
  3. Plane die Reihenfolge der Rechenschritte. Überlege: Was muss ich zuerst wissen, damit ich den Rest ausrechnen kann? Notiere dir die Schritte mit 1., 2., 3. … So behältst du den Überblick über alle Aktionen.
  4. Rechne Schritt für Schritt. Führe nun jeden Rechenschritt nacheinander aus. Schreibe jedes Zwischenergebnis deutlich auf, damit du es für den nächsten Schritt benutzen kannst.
  5. Formuliere eine Antwort in einem Satz. Schau dir die Frage in der Textaufgabe noch einmal genau an. Schreibe deine Lösung als ganzen Satz auf, zum Beispiel: „Es werden noch 4 Stühle gebraucht.“
Tipp: Wenn dir die Aufgabe zu lang oder zu schwierig vorkommt, decke mit der Hand oder einem Blatt einen Teil des Textes ab. Bearbeite erst den ersten Rechenschritt. Wenn du den geschafft hast, nimmst du dir den nächsten vor. So fühlt sich die Aufgabe nicht mehr wie ein großes Problem, sondern wie mehrere kleine, gut lösbare Aufgaben an.

Beispiele

  • In der Pause bekommen 3 Kindergruppen je 4 Bälle. Danach kommen noch 5 Bälle dazu. Wie viele Bälle sind es insgesamt? – Du rechnest zuerst die Bälle für alle Gruppen aus (Multiplikation) und addierst dann die 5 dazu.
  • In einer Kiste sind 36 Äpfel. 8 werden sofort gegessen, den Rest teilt die Lehrerin gleichmäßig auf 4 Körbe auf. Wie viele Äpfel sind in jedem Korb? – Du rechnest zuerst 36 − 8 und teilst dann das Ergebnis durch 4.
  • In der Klasse stehen 5 Tische mit je 3 Stühlen. Es kommen 7 neue Stühle dazu, aber 4 Stühle werden kaputt. Wie viele Stühle stehen am Ende in der Klasse? – Du rechnest zuerst 5 · 3, dann + 7 und zum Schluss − 4.
Merke dir: Bei Textaufgaben mit mehr als zwei Aktionen ist die Reihenfolge der Rechenschritte besonders wichtig. Überlege immer zuerst, welches Zwischenergebnis du brauchst, damit du den nächsten Schritt rechnen kannst. Schreibe alle Zwischenergebnisse auf – so vermeidest du Fehler und kannst deine Lösung leicht überprüfen.

Strategien zum Üben

  • Male dir zur Aufgabe eine Skizze oder ein kleines Schaubild. Zeichnungen helfen dir, die Geschichte im Kopf zu ordnen.
  • Erfinde zu einer Zahlengeschichte eigene Fragen mit drei Rechenschritten und lasse sie von jemand anderem lösen.
  • Übe, die Rechenschritte in Worten zu erklären, zum Beispiel einem Elternteil oder einer Freundin: „Zuerst rechne ich …, dann …, zum Schluss …“
  • Sortiere gemischte Aufgaben: Lege alle Aufgaben mit drei Aktionen auf einen Stapel und alle mit zwei Aktionen auf einen anderen. So lernst du, mehrschrittige Probleme zu erkennen.
  • Nutze die Antwortmöglichkeiten zur Selbstkontrolle: Überlege erst selbst, dann vergleiche deine Lösung mit den vorgegebenen Antworten.
Zusätzlicher Tipp: Wenn du bei einem Schritt einen Fehler findest, musst du nicht alles neu machen. Oft reicht es, ab dem falschen Zwischenergebnis noch einmal zu rechnen. Deshalb ist es so hilfreich, jeden Schritt ordentlich und untereinander aufzuschreiben.

Selbstkontrolle

  • Habe ich die Frage der Aufgabe verstanden und in eigenen Worten wiedergeben können?
  • Habe ich alle wichtigen Zahlen und Informationen markiert oder notiert?
  • Habe ich die Rechenschritte in einer sinnvollen Reihenfolge aufgeschrieben?
  • Habe ich jedes Zwischenergebnis deutlich notiert und für den nächsten Schritt genutzt?
  • Passt meine Endlösung zur Geschichte – ist sie realistisch und beantwortet sie genau die Frage?
  • Kann ich jemand anderem erklären, wie ich Schritt für Schritt gerechnet habe?

Die Fähigkeit, Probleme mit mehr als zwei Aktionen zu lösen, ist ein wichtiger Baustein für sicheres Rechnen. Kinder lernen dabei nicht nur die Grundrechenarten, sondern auch, logisch zu denken, zu planen und ihre Arbeit zu überprüfen.

Wer solche mehrschrittigen Textaufgaben regelmäßig übt, hat es später bei schwierigeren Mathethemen viel leichter. Außerdem merken Kinder, dass sie mit klugem Nachdenken und einem klaren Plan auch längere Aufgaben selbstbewusst und erfolgreich bewältigen können.

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Textaufgaben mit mehreren Schritten lösen – 3. Klasse

In der 3. Klasse werden Textaufgaben immer spannender – und manchmal auch ein bisschen kniffliger. Auf dieser Seite üben Kinder Aufgaben, in denen mehr als zwei Rechenschritte nötig sind. So lernen sie, ruhig zu bleiben, genau zu lesen und Schritt für Schritt zur richtigen Lösung zu kommen.

Die Aufgaben sind wie kleine Geschichten aus dem Alltag aufgebaut: Es geht zum Beispiel um Kinder in der Pause, um Obstkörbe, um Bücher oder um Stühle im Klassenraum. Zu jeder Geschichte gehört eine Frage, die nur gelöst werden kann, wenn mehrere Rechenaktionen hintereinander richtig ausgeführt werden.

Die Kinder arbeiten dabei mit allen Grundrechenarten, die sie in der 3. Klasse schon kennengelernt haben: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Oft müssen sie zuerst etwas ausrechnen und dieses Zwischenergebnis dann für den nächsten Schritt benutzen. So wird deutlich, wie wichtig es ist, Rechenschritte zu planen und in einer sinnvollen Reihenfolge auszuführen.

  • verständliche, kindgerechte Textaufgaben mit mehr als zwei Aktionen
  • Übungen zu allen Grundrechenarten in verschiedenen Kombinationen
  • Trainieren von genauem Lesen und logischem Denken
  • Auswahl aus mehreren Antwortmöglichkeiten zur Selbstkontrolle
  • ideal für Kinder der 3. Klasse, für zu Hause und den Unterricht

Für Kinder ist es motivierend zu sehen, dass Mathematik im Alltag wirklich hilft: Wie viele Plätze werden noch gebraucht? Reicht das Obst für alle? Wie viele Hefte müssen noch gekauft werden? Solche Fragen machen deutlich, dass Rechnen nicht nur für die Schule wichtig ist, sondern auch im echten Leben.

Eltern und Lehrkräfte können die Ergebnisse gut beobachten: Wo klappt das Rechnen schon sicher, und wo fällt es noch schwer, mehrere Aktionen zu verbinden? Durch wiederholtes Üben gewinnen Kinder Sicherheit im Umgang mit mehrschrittigen Problemen und bereiten sich optimal auf weitere Themen in der Grundschule vor.

So werden aus schwierigen Aufgaben nach und nach überschaubare Probleme, die Kinder selbstbewusst lösen können – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem sicheren Verständnis der Mathematik.

Tags

genaues Lesen Multiplikation Division Addition Subtraktion mehrschrittige Aufgaben Grundrechenarten 3. Klasse Sachaufgaben Textaufgaben Alltagssituationen logisches Denken

Zugehörige Standards

3.OA.A.3 – Textaufgaben mit Multiplikation und Division lösen

Multiplikation und Division im Zahlenraum bis 100 anwenden, um Textaufgaben zu lösen. Dazu gehören Situationen mit gleichen Gruppen, Anordnungen oder Messmengen. Kinder nutzen Zeichnungen oder Gleichungen mit einem Symbol für die unbekannte Zahl, um das Problem darzustellen.

3.1.2 Im Zahlenraum bis zur Million rechnen und Strukturen nutzen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden die Zahlensätze des kleinen Einmaleins sowie deren Umkehrungen (z. B. 42 : 7 = 6 oder 42 : 6 = 7 als Umkehrungen von 6 · 7 = 42) automatisiert und flexibel an.
  • übertragen, auch beim Kopfrechnen, ihre Kenntnisse zu den Zahlensätzen des kleinen Einmaleins sowie des Einspluseins bis 20 in größere Zahlenräume (z. B. 6 · 4 = 24 → 60 · 4 = 240, 12 + 3 = 15 → 120 + 30 = 150) und verwenden dabei die Fachbegriffe addieren, subtrahieren, multiplizieren, dividieren, Summe und Differenz.
  • lösen Aufgaben im Zahlenraum bis zur Million zu allen vier Grundrechenarten.
  • nutzen und erklären Rechenstrategien und entwickeln vorteilhafte Lösungswege; sie vergleichen und bewerten Rechenwege und begründen ihre Ergebnisse.
  • entscheiden passend zu einer gegebenen Aufgabe, welche Art der Berechnung zur Lösung angemessen ist (im Kopf, halbschriftlich, schriftlich) und erstellen sinnvolle und nachvollziehbare Notizen (z. B. Rechenstrich, Zwischenergebnisse, Teilrechnungen).
  • wenden automatisiert die schriftlichen Verfahren der Addition, der Subtraktion (Abziehverfahren), der Multiplikation (ein- und zweistellige Multiplikatoren) und der Division (Divisoren bis einschließlich 10, auch mit Rest) an.
  • begründen, ob Ergebnisse plausibel und richtig sind, indem sie Rechenfehler finden, erklären und korrigieren sowie Ergebnisse durch Überschlag oder Rückbezug auf den Sachzusammenhang überprüfen.
  • beschreiben arithmetische Muster und deren Gesetzmäßigkeit (z. B. beim Rechnen mit ANNA-Zahlen).
  • entwickeln arithmetische Muster, setzen diese fort und verändern sie systematisch (z. B. Zahlenfolgen, Aufgabenfolgen mit strukturierten Päckchen).
Wenn dir ein Problem auffällt, gib uns bitte Bescheid
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