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Erklärung

So findest du die Lösung

  1. Schau dir die ganze Rechenkette an. Lies die Aufgabe von links nach rechts und achte auf alle Zahlen und Rechenzeichen. Überlege: Welche Rechenarten kommen schon vor und an welcher Stelle fehlt ein Zeichen?
  2. Denke an Punkt vor Strich. Erinnere dich: Zuerst rechnest du Mal und Geteilt, danach Plus und Minus – außer es gibt Klammern. Überlege, wie sich die Reihenfolge der Rechnungen auf das Ergebnis auswirkt.
  3. Überlege, was mit der Zahl passieren soll. Willst du die Zahl vergrößern oder verkleinern? Passt dazu eher Plus, Minus, Mal oder Geteilt? Vergleiche die Zwischenergebnisse mit dem vorgegebenen Endergebnis.
  4. Probiere Rechenzeichen aus. Setze nacheinander die möglichen Zeichen ein und rechne die Kette Schritt für Schritt durch. Prüfe jedes Mal, ob du auf das richtige Ergebnis kommst.
  5. Kontrolliere deinen Rechenweg. Wenn du eine Lösung gefunden hast, rechne die komplette Aufgabe noch einmal in Ruhe nach. So stellst du sicher, dass du kein Rechenzeichen und keinen Schritt übersehen hast.
Tipp: Sprich deine Rechenschritte leise oder laut mit: „Zuerst rechne ich Mal, dann Plus …“. So merkst du schneller, ob ein Rechenzeichen wirklich passt oder ob du dich in der Reihenfolge vertan hast.

Beispiele

  • 5 + 3 · ? = 14 Du weißt: Zuerst wird 3 · ? gerechnet. Damit du am Ende 14 bekommst, muss 3 · 3 = 9 sein, denn 5 + 9 = 14. Hier fehlt also die 3 als Zahl, und das Rechenzeichen „·“ zeigt dir, dass du eine Vergrößerung durch Multiplikation brauchst.
  • 20 − ? · 2 = 10 Zuerst wird ? · 2 gerechnet. Das Ergebnis dieser Rechnung wird dann von 20 abgezogen. Überlege: Welche Zahl mal 2 ergibt 10? 5 · 2 = 10 und 20 − 10 = 10. Du erkennst: Hier sorgt das Malzeichen dafür, dass du erst vergrößerst und dann mit Minus wieder verkleinerst.
  • 36 : ? + 4 = 10 Zuerst rechnest du 36 : ?. Das Ergebnis davon wird dann um 4 vergrößert. Du suchst also eine Zahl, durch die du 36 teilst, sodass nach dem Plus 10 herauskommt: 36 : 6 = 6 und 6 + 4 = 10. Die Division passt hier, weil sie die große Zahl zuerst verkleinert.
Merke dir: Überlege immer zuerst, wie sich eine Zahl durch ein Rechenzeichen verändert: Plus macht größer, Minus macht kleiner, Mal vergrößert in Schritten, Geteilt verkleinert in gleiche Teile. Nutze diese Ideen, um herauszufinden, welches Zeichen in der Rechenkette fehlen muss.

Strategien zum Üben

  • Markiere dir im Kopf oder mit dem Finger zuerst alle Mal- und Geteilt-Zeichen, bevor du Plus und Minus betrachtest. So hältst du die Regel „Punkt vor Strich“ ein.
  • Vergleiche Startzahl und Endergebnis: Wird die Zahl insgesamt größer oder kleiner? Das hilft dir zu entscheiden, ob eher Plus/Mal oder Minus/Geteilt an der freien Stelle sinnvoll ist.
  • Rechne Zwischenergebnisse auf einem Schmierblatt oder im Kopf nach, bevor du dich für ein Rechenzeichen entscheidest.
  • Erfinde eigene Rechenketten mit einer Lücke und lass eine andere Person raten, welches Rechenzeichen fehlt. So übst du beide Seiten: Erfinden und Lösen.
  • Spreche mit einem Partner darüber, warum ein bestimmtes Zeichen nicht passt. Das Erklären macht dein Verständnis für Rechenarten besonders stark.
Zusätzlicher Tipp: Wenn du unsicher bist, probiere systematisch alle Rechenzeichen durch: erst Plus, dann Minus, dann Mal, dann Geteilt. Notiere kurz die Zwischenergebnisse. So siehst du schwarz auf weiß, welches Zeichen wirklich zum vorgegebenen Ergebnis führt.

Selbstkontrolle

  • Habe ich die Regel „Punkt vor Strich“ beachtet und zuerst Mal und Geteilt gerechnet?
  • Kann ich erklären, warum mein gewähltes Rechenzeichen passt und ein anderes nicht?
  • Stimmen alle Zwischenergebnisse, wenn ich die Rechenkette noch einmal langsam nachrechne?
  • Habe ich überlegt, ob die Zahl insgesamt größer oder kleiner werden soll?
  • Kann ich meinen Lösungsweg einer anderen Person verständlich beschreiben?

In dieser Übung lernst du, Rechenzeichen nicht nur anzuwenden, sondern bewusst auszuwählen. Du verstehst immer besser, wie Plus, Minus, Mal und Geteilt zusammenarbeiten, damit eine Rechenkette am Ende genau das richtige Ergebnis hat.

Diese Fähigkeit hilft dir bei allen gemischten Aufgaben in der Grundschule und später in noch schwierigeren Rechenwegen. Wer Rechenoperationen versteht und gezielt einsetzen kann, rechnet sicherer, macht weniger Fehler und kann mathematische Zusammenhänge viel leichter durchschauen.

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Welches Rechenzeichen fehlt? Knobelaufgaben 3. Klasse

In dieser Übung „Welche Maßnahme fehlt noch?“ trainieren Kinder der 3. Klasse ihr Verständnis für Rechenoperationen. Statt nur ein Ergebnis auszurechnen, überlegen sie hier: Welche Rechenart passt, damit die Aufgabe stimmt? So lernen sie, Zahlen und Rechenzeichen bewusst zu betrachten und nicht nur „blind“ zu rechnen.

Auf dem Bildschirm sehen die Kinder Rechenketten mit mehreren Schritten, zum Beispiel mit Addition, Subtraktion, Multiplikation oder Division. Ein Rechenzeichen fehlt und soll durch Ziehen oder Anklicken ergänzt werden. Das Ergebnis der Aufgabe ist schon vorgegeben. Die Kinder prüfen nun, welches Zeichen an der freien Stelle stehen muss, damit die Rechnung aufgeht.

Besonders wichtig ist dabei die Reihenfolge der Rechenschritte. Die Kinder erinnern sich: Ohne Klammern rechnet man zuerst Mal und Geteilt und danach Plus und Minus. So üben sie spielerisch die Regeln der Punkt-vor-Strich-Rechnung. Gleichzeitig vergleichen sie die beteiligten Zahlen mit dem Ergebnis und nutzen logisches Denken: Kann hier nur eine Vergrößerung passen? Oder braucht es eine Verkleinerung?

Die Aufgaben beginnen mit einfacheren Beispielen und steigern sich langsam im Schwierigkeitsgrad. So können Kinder in ihrem eigenen Tempo arbeiten. Fehler sind erlaubt und gehören zum Lernen dazu: Durch Ausprobieren und Vergleichen erkennen die Kinder, warum ein bestimmtes Rechenzeichen richtig oder falsch ist.

  • Fördert das Verständnis für Plus, Minus, Mal und Geteilt
  • Übt die Reihenfolge der Rechenoperationen (Punkt vor Strich)
  • Stärkt logisches Denken und Zahlvorstellung
  • Eignet sich für Unterricht, Hausaufgaben und individuelles Üben zu Hause

Für Lehrkräfte bietet die Übung eine gute Möglichkeit, das Thema „Rechenoperationen in gemischten Aufgaben“ zu vertiefen. Eltern können ihre Kinder beim lauten Denken unterstützen: „Was passiert mit der Zahl, wenn du dieses Zeichen nimmst?“ So wird aus jeder Aufgabe ein kleiner Denk-Dialog.

Mit „Welche Maßnahme fehlt noch?“ entdecken Kinder, dass Mathematik mehr ist als Ausrechnen: Sie lernen, Rechenwege zu verstehen, zu hinterfragen und bewusst zu wählen. Das macht sie sicherer im Umgang mit Zahlen und bereitet sie gut auf weitere Themen in der Grundschule vor.

Tags

Rechenketten logisches Denken Plus Minus Mal Geteilt Rechenoperationen Punkt vor Strich gemischte Aufgaben Rechenzeichen wählen Zahlenverständnis 3. Klasse Mathe Grundschule Übungen

Zugehörige Standards

3.OA.C.7 – Multiplizieren und Dividieren im Zahlenraum bis 100

Sicher multiplizieren und dividieren im Zahlenraum bis 100, indem Strategien genutzt werden wie der Zusammenhang zwischen Multiplikation und Division (z. B. wenn 8 × 5 = 40, dann ist auch 40 ÷ 5 = 8) oder Eigenschaften der Rechenoperationen. Am Ende der 3. Klasse sollen alle Produkte zweier einstelliger Zahlen auswendig gewusst werden.

3.1.2 Im Zahlenraum bis zur Million rechnen und Strukturen nutzen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • wenden die Zahlensätze des kleinen Einmaleins sowie deren Umkehrungen (z. B. 42 : 7 = 6 oder 42 : 6 = 7 als Umkehrungen von 6 · 7 = 42) automatisiert und flexibel an.
  • übertragen, auch beim Kopfrechnen, ihre Kenntnisse zu den Zahlensätzen des kleinen Einmaleins sowie des Einspluseins bis 20 in größere Zahlenräume (z. B. 6 · 4 = 24 → 60 · 4 = 240, 12 + 3 = 15 → 120 + 30 = 150) und verwenden dabei die Fachbegriffe addieren, subtrahieren, multiplizieren, dividieren, Summe und Differenz.
  • lösen Aufgaben im Zahlenraum bis zur Million zu allen vier Grundrechenarten.
  • nutzen und erklären Rechenstrategien und entwickeln vorteilhafte Lösungswege; sie vergleichen und bewerten Rechenwege und begründen ihre Ergebnisse.
  • entscheiden passend zu einer gegebenen Aufgabe, welche Art der Berechnung zur Lösung angemessen ist (im Kopf, halbschriftlich, schriftlich) und erstellen sinnvolle und nachvollziehbare Notizen (z. B. Rechenstrich, Zwischenergebnisse, Teilrechnungen).
  • wenden automatisiert die schriftlichen Verfahren der Addition, der Subtraktion (Abziehverfahren), der Multiplikation (ein- und zweistellige Multiplikatoren) und der Division (Divisoren bis einschließlich 10, auch mit Rest) an.
  • begründen, ob Ergebnisse plausibel und richtig sind, indem sie Rechenfehler finden, erklären und korrigieren sowie Ergebnisse durch Überschlag oder Rückbezug auf den Sachzusammenhang überprüfen.
  • beschreiben arithmetische Muster und deren Gesetzmäßigkeit (z. B. beim Rechnen mit ANNA-Zahlen).
  • entwickeln arithmetische Muster, setzen diese fort und verändern sie systematisch (z. B. Zahlenfolgen, Aufgabenfolgen mit strukturierten Päckchen).
Wenn dir ein Problem auffällt, gib uns bitte Bescheid
P.11
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