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Erklärung

So findest du die Lösung

  1. Lies die Dezimalzahl genau. Schau dir zuerst die Zahl mit Komma in Ruhe an. Bestimme, wie viele Ganze sie hat und wie viele Stellen nach dem Komma kommen. So verstehst du, ob es um Zehntel, Hundertstel oder noch kleinere Teile geht.
  2. Sprich die Zahl in Worten aus. Formuliere die Dezimalzahl laut: Zum Beispiel „drei Ganze und sechs Zehntel“ für 3,6. So merkst du dir besser, was die Zahl bedeutet, und verwechselst die Stellen nicht.
  3. Übertrage die Textaufgabe in eine Rechnung. Markiere in der Aufgabe alle wichtigen Zahlen und Wörter wie „zusammen“, „mehr“ oder „weniger“. Schreibe dann die passende Plus- oder Minusaufgabe mit Dezimalzahlen auf.
  4. Rechne zuerst wie mit ganzen Zahlen. Ignoriere beim Rechnen kurz das Komma und addiere oder subtrahiere die Zahlen wie normale ganze Zahlen. Achte darauf, dass die Kommas untereinander stehen, wenn du schriftlich rechnest.
  5. Setze das Komma wieder richtig und prüfe dein Ergebnis. Setze das Komma an die richtige Stelle zurück und überlege, ob das Ergebnis zur Situation passt. Frage dich: Ist der Wert ungefähr so groß, wie ich es erwartet habe?
Tipp: Wenn du unsicher bist, kannst du Dezimalzahlen in Brüche umwandeln. Aus 0,4 wird zum Beispiel 4/10. So erkennst du leichter, wie groß der Teil eines Ganzen ist.

Beispiele

  • Die Zahl 2,5 liest du als „zwei Ganze und fünf Zehntel“. Als Bruch kannst du sie auch als 25/10 oder 5/2 schreiben.
  • In einer Textaufgabe steht: „Ein Saft kostet 1,3 € und ein Keks 0,7 €. Wie viel kostet beides zusammen?“ Du rechnest 1,3 + 0,7 = 2,0. Das Ergebnis ist 2,0 €, also 2 €.
  • Auf dem Thermometer steht morgens 12,4 °C und mittags 15,6 °C. Die Temperatur steigt also um 15,6 − 12,4 = 3,2 °C.
Merke dir: Dezimalzahlen funktionieren wie ganze Zahlen, nur dass das Komma die Teile eines Ganzen zeigt. Beim Rechnen mit Dezimalzahlen müssen die Kommas immer genau untereinander stehen, damit die Stellen richtig zusammenpassen.

Strategien zum Üben

  • Vergleiche Dezimalzahlen mit Bildern, zum Beispiel mit gefüllten Streifen oder Kreisen, damit du dir die Teile eines Ganzen besser vorstellen kannst.
  • Übe das laute Lesen von Dezimalzahlen, zum Beispiel beim Einkaufen oder beim Vorlesen von Preisen und Längenangaben.
  • Erfinde eigene kleine Textaufgaben mit Preisen oder Strecken und lasse sie von jemand anderem lösen.
  • Rechne dieselbe Aufgabe einmal mit Dezimalzahlen und einmal mit Brüchen, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.
  • Schätze zuerst das Ergebnis grob, bevor du rechnest. So merkst du schneller, ob dein Ergebnis sinnvoll ist.
Zusätzlicher Tipp: Achte bei Additions- und Subtraktionsaufgaben mit Dezimalzahlen immer darauf, dass du bei Bedarf Nullen anhängst. Aus 2,5 und 1,25 kannst du zum Beispiel 2,50 und 1,25 machen. Dann ist es leichter, die Stellen richtig zu ordnen.

Selbstkontrolle

  • Habe ich die Dezimalzahlen richtig gelesen und verstanden, was sie bedeuten?
  • Habe ich in der Textaufgabe alle wichtigen Informationen erkannt und die passende Rechenart gewählt?
  • Stehen die Kommas beim Rechnen genau untereinander?
  • Passt mein Ergebnis zur Situation in der Aufgabe und zu meiner Schätzung?
  • Kann ich erklären, warum mein Ergebnis richtig ist, zum Beispiel mit einem Bild oder in ganzen Sätzen?

Wer sicher mit Dezimalzahlen umgehen kann, versteht viele Situationen im Alltag besser: Preise, Längen, Gewichte oder Temperaturen. Kinder lernen, dass das Komma kein „Zauberzeichen“ ist, sondern zeigt, wie groß ein Teil eines Ganzen ist.

Diese Kompetenz ist eine wichtige Grundlage für spätere Themen wie Brüche, Prozentrechnung und Sachaufgaben. Je sicherer Kinder jetzt mit Dezimalzahlen rechnen, desto leichter fallen ihnen die nächsten Mathethemen in der Schule.

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Dezimalzahlen verstehen und üben – Mathematik 3. Klasse

Dezimalzahlen begegnen Kindern im Alltag überall: beim Einkaufen, auf dem Thermometer oder beim Abmessen von Längen. In dieser Übung für die 3. Klasse lernen Kinder spielerisch, solche Zahlen zu verstehen und damit zu rechnen. Die Aufgaben sind kindgerecht formuliert und führen Schritt für Schritt an Probleme mit Dezimalzahlen heran.

Zu Beginn üben die Kinder, Dezimalzahlen richtig zu lesen: Aus 3,6 wird zum Beispiel „drei Ganze und sechs Zehntel“. So entsteht ein sicheres Gefühl dafür, was die Zahl bedeutet. Danach geht es darum, einfache Rechenaufgaben mit Dezimalzahlen zu lösen. Die Kinder erkennen, dass sie im Grunde genauso rechnen wie mit ganzen Zahlen – nur mit einem Komma dazwischen.

In den Textaufgaben werden typische Alltagssituationen beschrieben: Wie viel kosten zwei Dinge zusammen? Wie weit ist ein Weg, wenn man zwei Strecken mit Kommazahlen addiert? So merken die Kinder, wozu sie Dezimalzahlen wirklich brauchen. Jede Aufgabe bietet mehrere Antwortmöglichkeiten, aus denen die richtige Lösung ausgewählt werden soll. Das motiviert und hilft dabei, das eigene Ergebnis zu überprüfen.

  • Dezimalzahlen sicher lesen und schreiben
  • Einfache Additions- und Subtraktionsaufgaben mit Kommazahlen lösen
  • Textaufgaben mit Dezimalzahlen verstehen und in Rechenaufgaben übersetzen
  • Zusammenhänge zwischen ganzen Zahlen und Dezimalzahlen erkennen

Die Übungen eignen sich ideal für den Mathematikunterricht in der 3. Klasse, aber auch zum Wiederholen zu Hause. Lehrkräfte können die Aufgaben zur Einführung oder Vertiefung des Themas „Dezimalzahlen“ nutzen. Eltern erhalten ein übersichtliches Material, mit dem sie ihr Kind gezielt unterstützen können.

Durch die abwechslungsreichen Aufgaben lernen Kinder, Probleme mit Dezimalzahlen selbstständig zu lösen. Sie entwickeln Sicherheit im Umgang mit dem Komma und bauen Schritt für Schritt ihr mathematisches Verständnis aus – eine wichtige Grundlage für die weitere Schulzeit.

Tags

Kommazahlen Dezimalzahlen Mathe 3. Klasse Addition Dezimalzahlen Subtraktion Dezimalzahlen Textaufgaben Sachaufgaben Dezimalzahlen Rechnen mit Komma Stellenwert Dezimalzahlen Alltagssituationen Mathe

Zugehörige Standards

3.OA.D.8 – Textaufgaben mit den vier Grundrechenarten lösen

Zweistufige Textaufgaben mit allen vier Grundrechenarten lösen. Diese Aufgaben mit Gleichungen darstellen, wobei ein Buchstabe für die unbekannte Zahl steht. Die Angemessenheit der Ergebnisse mit mentalem Rechnen und Schätzstrategien, einschließlich Rundung, überprüfen.

3.NF.A.2 – Brüche als Zahlen am Zahlenstrahl darstellen

Einen Bruch als Zahl am Zahlenstrahl verstehen und Brüche auf einem Zahlenstrahl darstellen.

  • a. Einen Bruch 1/b darstellen, indem das Intervall von 0 bis 1 in b gleiche Teile geteilt wird. Jedes Teil hat die Größe 1/b; der Endpunkt des ersten Teils bei 0 markiert den Bruch 1/b.

  • b. Einen Bruch a/b darstellen, indem a Teile der Länge 1/b von 0 aus markiert werden. Das Intervall hat die Größe a/b und der Endpunkt markiert den Bruch a/b auf dem Zahlenstrahl.

3.1.3 Sachsituationen und Mathematik in Beziehung setze

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen relevante Informationen aus verschiedenen Quellen (z. B. aus Texten oder Tabellen) und formulieren dazu mathematische Fragestellungen.
  • zeigen bei mehrschrittigen Sachaufgaben Zusammenhänge zwischen den einzelnen Lösungsschritten und der Sachsituation auf und begründen diese auch im Austausch mit anderen.
  • entwickeln, nutzen und bewerten geeignete Darstellungsformen (z. B. Skizzen, Begriffstripel, Texte, Tabellen, Diagramme) für das Bearbeiten mathematischer Probleme.
  • erweitern und verkürzen Sachsituationen, um Zusammenhänge zu erfassen und zu erklären, und beschaffen sich ggf. geeignete, noch fehlende Informationen (z. B. bei Fermi-Aufgaben).
  • entwickeln und nutzen Strategien zur Problemlösung (z. B. Vorwärts- oder Rückwärtsarbeiten) und übertragen diese Strategien auf analoge Aufgaben.
  • finden mathematische Lösungen zu Sachsituationen, vergleichen und wertschätzen ihre Lösungswege und begründen auch im Austausch mit anderen, ob ein genaues Ergebnis notwendig ist oder eine Überschlagsrechnung ausreicht (z. B. in Rechenkonferenzen).
  • bestimmen die Anzahl der verschiedenen Möglichkeiten bei einfachen kombinatorischen Aufgabenstellungen (z. B. mögliche Kombinationen von 3 T-Shirts, 3 Hosen und 2 Paar Socken) durch probierendes und systematisches Vorgehen und stellen Ergebnisse strukturiert dar (z. B. in Baumdiagrammen, in Zeichnungen oder in Tabellen).
3.3.2 Größen strukturieren und Größenvorstellungen nutzen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • schätzen Größen mithilfe von Bezugsgrößen aus der Erfahrungswelt (z. B. Bezugsgrößen für 500 ml, 1 l, 1 kg, 1 km) und begründen die Ergebnisse ihrer jeweiligen Schätzung.
  • vergleichen und ordnen Längen, Zeitspannen, Massen sowie Hohlmaße; sie überprüfen ihre Ergebnisse ggf. durch Messen und diskutieren diese im Hinblick auf Plausibilität.
  • nutzen im Alltag gebräuchliche einfache Bruchzahlen (z. B. 1⁄2, 1⁄3, 2⁄4) im Zusammenhang mit Größen und stellen derartige Größen in anderen Schreibweisen dar (z. B. 1⁄2 l = 500 ml, eine Viertelstunde = 15 min).
3.3.3 Mit Größen in Sachsituationen umgehen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen Informationen zu Größen aus verschiedenen Quellen (z. B. Texte, Tabellen, Diagramme) und beschreiben diese im Austausch mit anderen.
  • lösen Sachsituationen mit Größen und nutzen dabei Bezugsgrößen aus ihrer Erfahrungswelt oder angemessene Näherungswerte für darin vorkommende Zahlen oder Größen (z. B. auch bei Fermi-Aufgaben) sowie sinnvolle Bearbeitungshilfen (z. B. Skizzen, Begriffstripel, Tabellen, Diagramme).
  • begründen (z. B. mithilfe ihrer Größenvorstellungen), ob bei einer Sachsituation ein exaktes Ergebnis notwendig ist oder ob eine Überschlagsrechnung ausreicht, und überprüfen die Plausibilität des jeweiligen Ergebnisses.
  • erkennen funktionale Beziehungen (z. B. je mehr – desto mehr, je mehr – desto weniger) in alltagnahen Sachsituationen und nutzen diese zur Lösung entsprechender Aufgaben (z. B. Preis im Verhältnis zur Menge setzen).
Wenn dir ein Problem auffällt, gib uns bitte Bescheid
S.6
Aufgaben mit Dezimalzahlen
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