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Erklärung

So findest du die Lösung

  1. Schau dir zuerst die Vorlage genau an. Zähle die Ecken und Seiten der Figur. Überlege: Sind die Seiten gleich lang? Gibt es gerade Kanten oder runde Bögen? So weißt du genau, welche Form du suchst.
  2. Vergleiche jede Figur unten mit der Vorlage. Achte nur auf die Form, nicht auf die Farbe oder die Lage. Frage dich: Hat diese Figur genauso viele Ecken und Seiten wie die Vorlage? Sehen die Winkel und Rundungen ähnlich aus?
  3. Überprüfe Drehung, Verschiebung und Spiegelung. Stell dir vor, du könntest die Figur unten drehen, verschieben oder spiegeln. Würde sie dann genauso aussehen wie die Vorlage? Wenn ja, gehört sie zur gleichen Art.
  4. Schließe ähnliche, aber falsche Figuren aus. Manche Figuren sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, haben aber zum Beispiel eine Ecke mehr oder eine Seite weniger. Nimm dir Zeit und vergleiche ganz genau, bevor du entscheidest.
Tipp: Decke mit dem Finger oder einem Zettel die Farben ab und stell dir die Figuren durchsichtig vor. So fällt es dir leichter, nur auf die Form zu achten und dich nicht von bunten Farben oder der Lage ablenken zu lassen.

Beispiele

  • Vorlage ist ein Quadrat: vier gleich lange Seiten, vier rechte Winkel – Unten siehst du ein blaues Quadrat, das auf einer Spitze steht. Viele Kinder denken zuerst: „Das ist ein Diamant, kein Quadrat.“ Aber die Form hat immer noch vier gleich lange Seiten und vier rechte Winkel. Durch Drehen bleibt es dieselbe Figur. Also gehört es dazu.
  • Vorlage ist ein Rechteck: zwei lange und zwei kurze Seiten – Unten erscheint ein rotes Rechteck, das waagerecht liegt, und ein grünes Rechteck, das hochkant steht. Beide haben zwei lange und zwei kurze Seiten und vier rechte Winkel. Die Lage ist anders, aber die Form ist gleich. Beide gehören zur gleichen Art wie die Vorlage.
  • Vorlage ist ein Dreieck mit drei gleich langen Seiten – Unten siehst du ein Dreieck mit zwei gleich langen und einer deutlich längeren Seite. Viele Kinder glauben, dass jedes Dreieck passt, weil es drei Ecken hat. Richtig ist: Du musst auch auf die Seitenlängen achten. Nur das Dreieck mit drei gleich langen Seiten gehört zur gleichen Art wie die Vorlage.
  • Vorlage ist ein Kreis – Unten siehst du einen gelben Kreis, einen blauen Kreis und eine schwarze Ellipse (ein „Ei“). Alle haben keine Ecken, aber nur die Kreise haben überall den gleichen Abstand zum Mittelpunkt. Die Ellipse ist in eine Richtung gestreckt. Du entscheidest: Nur die runden Figuren, die wirklich kreisrund sind, gehören dazu.
  • Vorlage ist ein Fünfeck (Pentagon) – Unten erscheint ein Fünfeck, das gespiegelt ist, und ein anderes mit einer eingedrückten Seite. Zähle die Ecken: Beide haben fünf Ecken. Schau nun auf die Form: Das gespiegelt Fünfeck hat die gleiche Anordnung der Seiten, nur seitenverkehrt, also gehört es dazu. Das Fünfeck mit der eingedrückten Seite hat eine andere Form und gehört nicht dazu.
  • Vorlage ist ein Halbkreis – Unten siehst du einen Halbkreis, der auf der geraden Seite steht, und einen, der auf der runden Seite liegt. Viele Kinder wählen nur den „stehenden“ Halbkreis. Aber wenn du den liegenden drehst, sieht er genauso aus wie die Vorlage. Beide haben eine gerade und eine halbrunde Seite. Also gehören beide zur gleichen Art.
Merke dir: Farbe, Größe, Drehung, Verschiebung oder Spiegelung ändern nicht die Art der Figur. Wichtig sind nur ihre Eigenschaften: Anzahl der Ecken, Anzahl und Länge der Seiten, Form der Kanten (gerade oder rund) und die Art der Winkel.

Strategien zum Üben

  • Benutze eine feste Reihenfolge beim Vergleichen: erst Ecken zählen, dann Seiten zählen, dann auf gerade oder runde Kanten achten.
  • Sprich laut mit: „Diese Figur hat … Ecken und … Seiten.“ So merkst du schneller, ob sie wirklich passt.
  • Stell dir vor, du kannst die Figur mit der Hand drehen oder schieben. Überlege, wie sie dann aussehen würde.
  • Male dir ähnliche Figuren auf ein Blatt und schneide sie aus. Drehe und spiegele sie in der Hand, um die Bewegungen besser zu verstehen.
  • Arbeite zuerst langsam und genau. Wenn du sicherer bist, kannst du versuchen, schneller zu entscheiden, ob eine Figur passt oder nicht.
Zusätzlicher Tipp: Wenn du unsicher bist, leg dir eine kleine „Checkliste“ neben den Bildschirm: „Ecken? Seiten? Gerade oder rund? Gleiche Länge?“ Gehe diese Punkte bei jeder Figur kurz durch. So vergisst du keinen wichtigen Hinweis und triffst sicherere Entscheidungen.

Selbstkontrolle

  • Habe ich bei jeder Figur zuerst auf die Form und nicht auf die Farbe geachtet?
  • Habe ich Ecken und Seiten gezählt und mit der Vorlage verglichen?
  • Kann ich erklären, warum eine Figur nicht dazu gehört (z. B. eine Ecke mehr, andere Seitenlängen)?
  • Habe ich daran gedacht, dass Drehen, Verschieben oder Spiegeln die Art der Figur nicht verändert?
  • Kann ich mit eigenen Worten sagen, woran man ein Quadrat, ein Rechteck, ein Dreieck oder einen Kreis erkennt?

Wenn Kinder lernen, Figuren trotz Drehung, Verschiebung oder Spiegelung wiederzuerkennen, verstehen sie besser, was eine Form wirklich ausmacht. Sie merken: Nicht das Aussehen auf den ersten Blick zählt, sondern die mathematischen Eigenschaften.

Diese Fähigkeit ist wichtig für viele weitere Themen in der Geometrie und im Alltag: beim Lesen von Bauplänen, beim Puzzeln, beim Zeichnen oder beim Arbeiten mit Koordinatensystemen. Wer Formen sicher erkennt, kann räumlich besser denken und fühlt sich in Mathematik sicherer.

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  • Bewegung der Figur

Geometrische Figuren in Bewegung – Übung für die 3. Klasse

In dieser Übung „Bewegung der Figur“ entdecken Kinder, dass sich eine Figur bewegen, drehen oder spiegeln kann – ohne dass sie zu einer anderen Figur wird. Ein Quadrat bleibt ein Quadrat, auch wenn es auf der Spitze steht oder an einer anderen Stelle liegt. So lernen Kinder in der 3. Klasse spielerisch, woran man geometrische Figuren wirklich erkennt.

Auf dem Bildschirm sehen die Kinder oben eine Figur als Vorlage. Unten erscheinen mehrere andere Figuren in verschiedenen Farben und Lagen. Manche sind gedreht, verschoben oder gespiegelt. Die Aufgabe ist: Welche Figuren gehören zur gleichen Art wie die Vorlage? Dabei merken die Kinder schnell, dass nicht die Farbe oder die Lage wichtig ist, sondern die Form selbst.

Um die richtigen Figuren zu finden, vergleichen die Kinder Seiten und Ecken: Wie viele Seiten hat die Figur? Sind die Seiten gleich lang? Gibt es rechte Winkel oder runde Bögen? So üben sie genaues Hinsehen und mathematisches Denken. Auch Figuren mit Rundungen, wie Kreise oder Ellipsen, kommen vor und zeigen, dass es viele verschiedene Arten von Figuren gibt.

  • Fördert das sichere Erkennen von geometrischen Figuren
  • Unterscheidung von Form, Farbe und Lage
  • Übung zu Drehung, Verschiebung und Spiegelung
  • Stärkt Konzentration und genaues Beobachten

Die Aufgaben steigern sich Schritt für Schritt. Zuerst sind die Unterschiede zwischen den Figuren noch leicht zu sehen, später werden sie immer kniffliger. Kinder können die Übung selbstständig bearbeiten, Eltern und Lehrkräfte erhalten gleichzeitig einen guten Einblick, wie sicher das Kind Figuren erkennt und mathematische Begriffe anwendet.

„Bewegung der Figur“ ist eine ideale Vorbereitung auf weitere Themen der Geometrie in der Grundschule. Wer hier trainiert, versteht besser, dass Formen durch Bewegung ihr Aussehen ändern können, aber ihre Eigenschaften gleich bleiben – eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen in Mathematik.

Tags

3. Klasse Geometrie Eigenschaften von Figuren Lageunabhängigkeit Drehung und Spiegelung Form statt Farbe Verschiebung Grundschule Mathe Geometrische Figuren Figuren erkennen visuelle Wahrnehmung

Zugehörige Standards

3.G.A.1 – Eigenschaften von Formen erkennen und vergleichen

Verstehen, dass Formen in verschiedenen Kategorien (z. B. Rauten, Rechtecke, Quadrate) gemeinsame Eigenschaften haben können (z. B. vier Seiten) und dass diese gemeinsamen Eigenschaften eine größere Kategorie (z. B. Vierecke) bilden können. Rauten, Rechtecke und Quadrate als Beispiele für Vierecke erkennen und weitere Vierecke zeichnen, die nicht zu diesen Unterkategorien gehören.

3.2.1 Sich im Raum orientieren

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erstellen Skizzen und Lagepläne und nutzen diese zur Orientierung im Raum sowohl handelnd als auch in ihrer Vorstellung.
  • beschreiben den Zusammenhang zwischen Längen in der Realität und entsprechenden Längen in Skizzen, Lageplänen oder Grundrisszeichnungen. Dabei nutzen sie grundlegende Vorstellungen von maßstäblichem Verkleinern, um sich in der Wirklichkeit zu orientieren.
  • stellen zwischen zwei- und dreidimensionalen Darstellungen von räumlichen Gebilden (z. B. Würfelgebäude) Beziehungen her, indem sie nach Vorlage bauen oder zu räumlichen Gebilden einfache Baupläne erstellen.
  • operieren mit ebenen Figuren und Körpern handelnd und in der Vorstellung (z. B. Kippbewegungen, Wege am Kantenmodell, gedankliches Falten von Netzen) und beschreiben dabei Vorgehensweisen und Ergebnisse.
3.2.3 Geometrische Abbildungen beschreiben und darstellen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • verkleinern und vergrößern ebene Figuren (z. B. mithilfe des Geobretts oder in Gitternetzen) und nutzen dabei grundlegende Vorstellungen zum Maßstab (z. B. 2 : 1 bedeutet: Die Länge 1 cm ist in der Vergrößerung 2 cm / doppelt so lang.).
  • beschreiben Merkmale achsensymmetrischer Figuren mit den Fachbegriffen Symmetrieachse, deckungsgleich und achsensymmetrisch sowie die Beziehung zwischen einer Figur und deren Spiegelbild; sie zeichnen Symmetrieachsen ein und prüfen nach.
  • erzeugen achsensymmetrische Figuren sowie Figuren und deren Spiegelbilder (z. B. durch Zeichnen oder mithilfe eines Spiegels) und beschreiben ihre Vorgehensweise.
3.2.4 Geometrische Muster untersuchen und erstellen

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erstellen Parkettierungen und beschreiben deren Gesetzmäßigkeiten.
  • bestimmen und erklären Gesetzmäßigkeiten (z. B. achsensymmetrische Teilelemente) in Bandornamenten, verändern diese oder setzen sie fort.
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X.8
Bewegung der Figur
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